Was ist Trauer?

Wir wissen um die Endlichkeit des irdischen Lebens. Und doch fällt es uns schwer, die Realität zu akzeptieren, wenn ein Mensch stirbt, der uns ans Herz gewachsen ist.

Das hätte für unsere Psyche nachweislich ernste Folgen, wenn es nicht einen Weg gäbe, die Situation nach und nach zu bewältigen: den Weg der Trauer. Mit ihr verarbeiten wir den schwersten aller denkbaren Verluste, den Verlust eines geliebten Menschen.

Trauer und Tränen, das sind für uns lebensnotwendige Reaktionen, um den Weg in das eigene Leben zurückzufinden. Statt in Fassungslosigkeit zu verharren, werden wir aktiv: Wir denken an den Menschen, der uns lieb war, ehren ihn mit symbolischen Handlungen und lernen, ihn in unserer Erinnerung zu bewahren und den Verlust auf diese Weise besser zu ertragen. Trauerarbeit braucht immer ihre Zeit, und oft zehrt sie an Körper und Seele. Und doch ist sie gleichzeitig eine unverzichtbare Quelle für die eigene Lebenskraft.

Wie viele Phänomene unseres Lebens ist auch die Trauer Gegenstand der modernen Forschung

 

Die bekanntesten Theorien zum Thema Trauer stammen von der Psychologin Verena Kast ("Trauern. Phasen und Chancen des psychischen Prozesses." Kreuz, Stuttgart 1982; Neuausgabe als: "Zeit der Trauer". Kreuz, Stuttgart 2006) und dem Theologen Yorick Spiegel ("Der Prozess des Trauerns. Analyse und Beratung." Gütersloh 1973). Beide Autoren gehen von einem vierphasigen Trauerprozess aus, der, erfolgreich abgeschlossen, in der Akzeptanz des Verlustes und in der Offenheit für neue Beziehungen mündet.

Ein besonderer Moment der Trauerarbeit der Hinterbliebenen ist der Zeitpunkt, an dem sie ihren verstorbenen Angehörigen das letzte Mal sehen. Viele möchten sich im Abschiedsraum oder auf dem Friedhof in stillen Worten von einem geliebten Menschen verabschieden, ihn vielleicht noch einmal in den Arm nehmen. Es ist unsere Aufgabe, alles für diese wichtige Stunde vorzubereiten.

 

Plädoyer für einen individuellen Umgang mit Trauer
Trauer braucht Zeit

Umfrage von Aeternitas

Unser Ziel ist es, Ihnen durch unsere zugewandte und professionelle Zeit und Raum für Trauer zu schaffen. 

Aeternitas, die Verbraucherinitiative für Bestattungskultur, informiert im folgenden Artikel zum Thema Trauer. 

"Trauer braucht Zeit - Freunde und Verwandte dürfen nicht drängen"

dpa-Artikel bekräftigt, dass jeder Mensch anders trauert

In einem aktuellen Artikel der Nachrichtenagentur dpa plädiert Konrad Baumgartner, emeritierter Professor für Pastoraltheologie aus Regensburg, für einen individuellen Umgang mit Trauer. Das Umfeld sollte den Menschen immer die jeweils notwendige Zeit zugestehen.

Das Abschiednehmen hält Baumgartner für einen "Grundstein der Trauerarbeit", daraus ergebe sich im Nachhinein Trost für die Menschen. Darüber hinaus rät er Angehörigen und Freunden von Sterbenden, sich nach dem ersten Schock mit diesen zusammen auf den Tod bewusst vorzubereiten und gemeinsam an Schönes zu erinnern, um den Abschied zu erleichtern.

Dem Umfeld von Trauernden empfiehlt Baumgartner, diese nicht allein zu lassen, auch wenn diese sich zurückzögen. Trauernde bräuchten Unterstützung und Hilfe, dabei sei jedoch Geduld erforderlich.

Die dpa zitiert in ihrem Artikel auch die aktuellen Umfragergebnisse von Aeternitas, nach denen mehr als die Hälfte der Deutschen (59 Prozent) keinen bestimmten Ort braucht, um zu trauern und der Verstorbenen zu gedenken. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite in  diesem Artikel."

(Quelle: http://www.aeternitas.de/inhalt/aktuelles/meldungen/2013_05_07__09_01_06)